Rabat – Marokko ist am Mittwoch in Rabat offiziell den Artemis-Abkommen beigetreten, einer internationalen Initiative unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten. Dieser Beitritt wurde umgehend von Christopher Landau, dem stellvertretenden US-Außenminister, begrüßt: „Wir freuen uns sehr, dass sich unser Bündnis nun auch auf den Weltraum erstreckt.“
Mit dieser Unterzeichnung, die Außenminister Nasser Bourita in Anwesenheit des US-Diplomaten vornahm, ist Marokko das 64. Land, das sich dieser Charta für verantwortungsvolle zivile Weltraumforschung verpflichtet. Die Artemis-Abkommen sind kein verbindlicher Vertrag im klassischen Sinne, sondern eine Reihe von Grundsätzen, die darauf abzielen, die Eroberung des Weltraums friedlich zu regeln: Transparenz, Austausch wissenschaftlicher Daten, gegenseitige Unterstützung, Einhaltung des Völkerrechts bei der Nutzung weltraumbezogener Ressourcen, Schutz des Weltraum-Erbes und Nachhaltigkeit der Aktivitäten.
Für das Königreich hat diese Verpflichtung mehrere Bedeutungen. Zum einen festigt sie seine Position als strategischer Verbündeter Washingtons weit über terrestrische Themen (Sahara, regionale Sicherheit, Handel) hinaus. Zum anderen ebnet sie den Weg für eine technologische und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der NASA und den anderen Unterzeichnern, insbesondere in den Bereichen Ausbildung, Forschung und Wissensaustausch. Schließlich bindet es Marokko in eine globale Dynamik der verantwortungsvollen Weltraum-Governance ein, ein Bereich, der bisher nur einer kleinen Zahl von Nationen vorbehalten war.
Mit dem Hinweis, dass sich bereits 64 Länder dieser Initiative angeschlossen haben, betonte Herr Landau die „universelle Anziehungskraft“ der Vision einer Weltraumforschung, die der gesamten Menschheit zugutekommt. Von nun an hat Marokko seinen Platz unter ihnen.
Kommentar hinzufügen
Kommentare