Marokkanische Diaspora in Deutschland: Die RNI ruft zum politischen Engagement auf

Veröffentlicht am 18. Mai 2026 um 20:58

Hofheim am Taunus (Deutschland) – Die Rassemblement National des Indépendants (RNI) veranstaltete am Sonntag, dem 17. Mai 2026, eine Großkundgebung in Hofheim am Taunus in der Nähe von Frankfurt am Main.

Diese Veranstaltung, die auf dem Chinonplatz 4 stattfand, ist Teil der Tour „Masar Al-Moustaqbal“ (Der Weg in die Zukunft), einer Initiative zur Stärkung des Dialogs mit im Ausland lebenden Marokkanern.

Vor mehr als 700 Teilnehmern ergriffen mehrere marokkanische Politiker das Wort, darunter Mohamed Chaouki (Vorsitzender der RNI), Fatima Zahra Ammor (Ministerin für Tourismus), Karim Zidane (Minister für Investitionen) und Anis Birou (regionaler Koordinator der Partei).

Das Treffen wurde durch ein gemeinsames Mittagessen abgerundet, das einen informellen Rahmen für den Austausch zwischen der Diaspora und den anwesenden Politikern bot.

Eine nationale Verantwortung, keine bloße Option

In seiner Rede brachte Mohamed Chaouki eine klare Botschaft auf den Punkt: Die Beteiligung der Marokkaner weltweit an den Wahlen, insbesondere an denen im Jahr 2026, stelle nun „eine nationale Verantwortung“ dar. Er wies das vereinfachende Bild der Diaspora als bloßen Geldgeber zurück und forderte stattdessen, sie zu einem strategischen Partner für die Entwicklung des Königreichs zu machen.

Eine organisatorische und technologische Innovation

Der Vorsitzende der RNI erinnerte daran, dass seine Partei Pionierarbeit geleistet habe, indem sie innerhalb ihrer Strukturen eine „vierte Region“ geschaffen habe, die den im Ausland lebenden Marokkanern gewidmet sei, um ihnen einen wirksamen Platz in der politischen Entscheidungsfindung einzuräumen.

Um die praktischen Hindernisse für ihr Engagement zu beseitigen, kündigte er die baldige Einführung einer elektronischen Plattform an, die die Stimmabgabe per Vollmacht ermöglicht. Dieses Instrument soll den Mitgliedern der Diaspora die Unannehmlichkeiten und Kosten von Reisen ersparen, die mit der Ausübung ihres verfassungsmäßigen Rechts verbunden sind.

Ein Aufruf zur massiven Registrierung und zum Kompetenztransfer

Mohamed Chaouki forderte die Diaspora auf, sich massenhaft in die Wählerverzeichnisse einzutragen und sich über die Stimmabgabe hinaus zu engagieren: durch Betreuung, Interessenvertretung und die Verteidigung des Ansehens Marokkos im Ausland.

Er zog zudem eine positive Bilanz der Regierungsarbeit und lobte die Fortschritte in den Bereichen Sozialschutz, Tourismus, Industrie und erneuerbare Energien, insbesondere grüner Wasserstoff. Er forderte marokkanische Führungskräfte aus Deutschland und anderen Ländern auf, ihr Fachwissen in das Königreich zu übertragen und zur Ansiedlung von Investitionen beizutragen.

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