Athen bekräftigt sein diplomatisches Engagement an der Seite Marokkos und unterstützt den Autonomieplan als glaubwürdige Lösung

Veröffentlicht am 8. September 2026 um 13:36

Athen,7. September 2026 – Griechenland hat seinen Standpunkt zugunsten des marokkanischen Autonomievorschlags, den es als „ernsthaften und glaubwürdigen Beitrag“ zum UN-Prozess betrachtet, stets bekräftigt und ist gleichzeitig der Ansicht, dass dieser „die realisierbarste Lösung“ für die endgültige Beilegung des regionalen Konflikts um die marokkanische Sahara darstellen könnte.

Diese Erklärung gab der griechische Außenminister George Gerapetritis im Anschluss an seine Gespräche mit dem marokkanischen Außenminister Nasser Bourita ab, der sich am 7. September 2026 zu einem offiziellen Besuch in Athen aufhielt.

Griechenland, ein wichtiger Akteur im Sicherheitsrat
Gerapetritis hob die Rolle Griechenlands als nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen für den Zeitraum 2025–2026 hervor. Er begrüßte die Verabschiedung der Resolution 2797, die die zentrale Rolle des marokkanischen Autonomieplans bei den Bemühungen der UNO um eine dauerhafte Lösung bekräftigt.

Der griechische Außenminister bekräftigte die Unterstützung seines Landes für die Initiativen des persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, dessen Vermittlung sich genau auf den marokkanischen Vorschlag als Verhandlungsgrundlage stützt und damit voll und ganz im Einklang mit dem gemeinsamen Standpunkt der Europäischen Union steht.

Eine politische Würdigung des marokkanischen Realismus
Der Ausdruck „könnte die realisierbarste Lösung darstellen“ hat eine bedeutende politische Tragweite. Er spiegelt die Überzeugung Athens wider, dass der von Marokko vorgeschlagene Autonomieplan unter den verschiedenen im Rahmen der Vereinten Nationen in Betracht gezogenen Optionen als der pragmatischste und glaubwürdigste Weg erscheint, um aus einer seit mehreren Jahrzehnten festgefahrenen Situation herauszukommen.

Diese Anerkennung ist Teil eines starken diplomatischen Trends, in dessen Rahmen europäische und internationale Hauptstädte zunehmend den Realismus der marokkanischen Initiative würdigen, die bereits seit 2007 als der tragfähigste Ausweg aus dem Konflikt präsentiert wird.

Neuer Schwung für die bilateralen Beziehungen
Über die Westsahara-Frage hinaus hat der Besuch von Herrn Bourita in Athen historische Bedeutung. Es handelt sich nämlich um den ersten Besuch eines marokkanischen Außenministers in Griechenland seit mehr als drei Jahrzehnten – ein greifbares Zeichen für den gemeinsamen Willen, den bilateralen Beziehungen neuen Schwung zu verleihen.

Die beiden Minister haben vereinbart, einen ehrgeizigen Fahrplan zur Stärkung der Zusammenarbeit in strategischen Bereichen auszuarbeiten. Dieser sieht die Intensivierung des Handels und der Investitionen, den Ausbau von Partnerschaften im Bereich der erneuerbaren Energien, eine verstärkte technische und industrielle Zusammenarbeit im Verteidigungssektor, die Förderung des bilateralen Tourismus sowie den Ausbau der Seeverbindungen zwischen den beiden Ländern vor.

Eine sich festigende diplomatische Front
Mit der Bekräftigung seiner Unterstützung für den marokkanischen Plan schließt sich Griechenland dem Konsens der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union an und trägt zur Festigung einer immer breiteren diplomatischen Front zugunsten der Souveränität Marokkos über seine südlichen Provinzen bei.

Diese Stellungnahme fügt sich in die von König Mohammed VI. vorangetriebene internationale Dynamik ein, der die Beilegung des Sahara-Konflikts zu einer Priorität der marokkanischen Außenpolitik gemacht hat und in den letzten Jahren bedeutende diplomatische Fortschritte erzielt hat.

Strategische Übereinstimmung bei regionalen Herausforderungen
Die Gespräche zwischen Gerapetritis und Bourita zeigten zudem eine Übereinstimmung der Standpunkte zu den großen Herausforderungen im Mittelmeerraum und im Nahen Osten, insbesondere beim Kampf gegen den Terrorismus, bei der Steuerung der Migrationsströme und bei der Förderung der regionalen Stabilität.

Diese gemeinsame Vision stärkt die Partnerschaft zwischen Rabat und Athen, die in den kommenden Monaten unter dem Einfluss dieses gemeinsamen Fahrplans einen neuen Aufschwung erleben dürfte.

Athen bekräftigt damit seine Rolle als verlässlicher Partner Marokkos auf der internationalen Bühne und festigt gleichzeitig seine Verankerung im europäischen Konsens, der den Autonomieplan als den glaubwürdigsten Weg zu einer endgültigen Beilegung des Konflikts um die marokkanische Sahara betrachtet.

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